Steuern müssen sein

 

Momentan zahlt der Landkreis Nienburg an die Kindertagespflegepersonen einen

"Obulus" von 3,20€ pro Kind und Stunde = öffentliche Förderung.

Die Beträge die Sie privat an die Kindertagespflege zahlen, werden zum öffentl. Betrag dazu gerechnet.

Nach Abzug von Beträgen für Versicherungen und Betriebskosten verbleibt ein s.g. Gewinn !

Diesen Gewinn muss die Kindertagespflegeperson als Einkommen versteuern !

 

 

Sie können die Kinderbetreungskosten steuerlich absetzen, oder sich als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

 

Oder Ihr Arbeitgeber übernimmt die Kosten ? Dazu mehr ganz unten.

 

Quelle: www.juraforum.de

§ 9c EStG - Kinderbetreuungskosten

§ 9c EStG eingefügt durch Artikel 1 des Familienleistungsgesetzes vom 22. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2955), anzuwenden ab dem Veranlagungszeitraum 2009 - siehe Anwendungsvorschrift § 52 Absatz 23e EStG 2009

(1) Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes im Sinne des § 32 Absatz 1, die wegen einer Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen anfallen, können bei Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro je Kind, bei der Ermittlung der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit wie Betriebsausgaben abgezogen werden. Im Fall des Zusammenlebens der Elternteile gilt Satz 1 nur, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind.

(2) Nicht erwerbsbedingte Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes im Sinne des § 32 Absatz 1 können bei Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten, in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro je Kind, als Sonderausgaben abgezogen werden, wenn der Steuerpflichtige sich in Ausbildung befindet, körperlich, geistig oder seelisch behindert oder krank ist. Erwachsen die Aufwendungen wegen Krankheit des Steuerpflichtigen, muss die Krankheit innerhalb eines zusammenhängenden Zeitraums von mindestens drei Monaten bestanden haben, es sei denn, der Krankheitsfall tritt unmittelbar im Anschluss an eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung ein. Bei zusammenlebenden Eltern ist Satz 1 nur dann anzuwenden, wenn bei beiden Elternteilen die Voraussetzungen nach Satz 1 vorliegen oder ein Elternteil erwerbstätig ist und der andere Elternteil sich in Ausbildung befindet, körperlich, geistig oder seelisch behindert oder krank ist. Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörenden Kindes im Sinne des § 32 Absatz 1 können bei Kindern, die das dritte Lebensjahr vollendet, das sechste Lebensjahr aber noch nicht vollendet haben, in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro je Kind, als Sonderausgaben abgezogen werden, wenn sie weder nach Absatz 1 noch nach Satz 1 zu berücksichtigen sind.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Aufwendungen für Unterricht, die Vermittlung besonderer Fähigkeiten sowie für sportliche und andere Freizeitbetätigungen. Ist das zu betreuende Kind nicht nach § 1 Absatz 1 oder Absatz 2 unbeschränkt einkommensteuerpflichtig, ist der in den Absätzen 1 und 2 genannte Betrag zu kürzen, soweit es nach den Verhältnissen im Wohnsitzstaat des Kindes notwendig und angemessen ist. Voraussetzung für den Abzug der Aufwendungen nach den Absätzen 1 und 2 ist, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist.


 

Zuschuß durch den Arbeitgeber
Einen Überblick über die Voraussetzungen für den Kinderbetreuungskostenzuschuss nach §3 Nr. 33 EStG finden Sie hier:
Kinderbetreuungskostenzuschuss[1].pdf
PDF-Dokument [90.6 KB]

 

Betr.: Arbeitgeber:

Zuschuss zur Kinderbetreuung - Überblick

 

 Quelle: www.mittelstand-und-familie.de 

 

Der steuer- und sozialversicherungsfreie Zuschuss zur Kinderbetreuung (§ 3 Nr. 33 EStG) ist für Unternehmen eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, ihr Personal bei der Kinderbetreuung finanziell zu unterstützen.

 

Er wird zweckgebunden für die Kosten der Betreuung und Unterbringung von nicht schulpflichtigen Kindern in Einrichtungen oder bei Kindertagespflegepersonen eingesetzt und muss zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt werden. Für Firmenangehörige ist dieser Zuschuss oft günstiger als beispielsweise eine Gehaltserhöhung. Firmen, die keine eigenen Einrichtungen oder Belegplätze anbieten können, entlasten mit diesem Zuschuss Ihre Beschäftigten und erreichen dadurch unter anderem, dass diese nach der Elternzeit früh wieder an ihren Arbeitsplatz zurück kehren.

 

Obwohl der Zuschuss zur Kinderbetreuung sehr flexibel und individuell eingesetzt werden kann, kostengünstig ist und den Beschäftigten ohne zeitlichen Vorlauf und Planungsaufwand direkte und schnelle Entlastung bietet, wird er von Unternehmen selten genutzt.

 

Hinweis:
Sie können die Kinderbetreuung Ihrer Beschäftigten auch dann finanziell unterstützen, wenn die Kinder schon im schulpflichtigen Alter sind oder zu Hause betreut werden.

In diesem Fall ist der Zuschuss zwar nicht steuer- und sozialversicherungsfrei, Sie können ihn aber in voller Höhe als Betriebskosten von der Steuer absetzen.

Bei Fragen zum Zuschuss zur Kinderbetreuung wenden Sie sich an unsere Infoline unter der Nummer 0180/3444333 - unsere Experten beraten Sie gerne!